Canning Stock Route (CSR)
Wir treffen nochmals alle (ausser Roli, der hat verschlafen 😜) zum Frühstück um 9 Uhr. Danach heisst es aber zügig, Gepäck packen. Wie meistens, haben wir zu viel Zeugs und somit zu viel Gewicht, das wir mitnehmen wollen. Zusätzliches Gepäck ist sehr teuer, trotzdem müssen wir nochmals 15kg dazubuchen. Als wir fertig sind, haben wir immer noch 5kg zu viel, hoffen aber, dass die am Flughafen grosszügig sind. 😇
Wir verabschieden uns von Roli und Thorsten, welche erst am nächsten und übernächsten Tag abfliegen und fahren mit dem Taxi zum Flughafen. Das Aufgeben des Gepäcks läuft besser als erwartet. Die netten Damen dort können nicht richtig rechnen und sind der Meinung wir hätten noch 7kg übrig. Auch gut, wir widersprechen da nicht. 😁
Der Security-Check läuft auch glatt. Man kann sogar die ganze Elektronik im Rucksack drin lassen. Sehr modern. Der Zugang zum einzigen internationalen Gate ist noch geschlossen. Der soll 1 Stunde vor Abflug aufgehen. Übrigens ist der Flug nach Singapur der einzige internationale Flug von/nach Darwin. 😆
Also warten wir bis das Gate aufgeht. Als es soweit ist, hat sich bereits eine lange Schlange gebildet… Und zwar kommt da nochmals ein Security-Check!?! Diesmal muss man wieder alles auspacken und auch das eben gekaufte Getränk darf man nicht mitnehmen. Das macht Thomas recht sauer, da er 2 Flaschen Cola gekauft hat. Ist verständlich. Eigentlich ist die ganze 2te Kontrolle eine Frechheit. Darwin ist der einzige Flughafen, der sowas macht. Und mit dem ganzen Aufwand haben sie so viel Zeit vertrödelt, dass die Zwetschge vom TRS (Tourist Refund Scheme), wo man die MWST zurück erhalten hätte, auch schon Feierabend gemacht hat. Bevor überhaupt alle Passagiere an ihr vorbei waren. Einen so schlechten Kundenservice muss man erst mal suchen…
Beim Einsteigen ins Flugzeug herrscht Chaos und auch das dauert länger. Mit ca. 20 Minuten Verspätung fliegen wir dann los. Der Flug selber war ganz okay. Das Flugzeug, eine Boeing 737-8, ist so schmal, dass man sich im Gang nicht kreuzen kann, was ebenfalls zu Chaos führt, wenn die Flight-Atendants Essen servieren und alle Passagiere, die bereits fertig sind, auf die Toilette (von denen es nur 2 ganz hinten hat) gehen wollen. Was aber nicht wirklich unser Problem ist. 😊
Es ist grad am Eindunkeln, als wir in Singapur landen. Die Passkontrolle läuft alles automatisch und flüssig. Auf das Gepäck müssen wir 10 Minuten Warten, aber zum Schluss ist alles da. Mit dem Taxi fahren wir zu unserem Hotel, dem Carlton Hotel. Im Hotel drin ist es wie im Kühlschrank. Speziell, da es draussen gut über 30°C warm und sehr feucht ist.
Wir haben ein schönes Zimmer im 14ten Stock. Nachdem unsere Koffer auf’s Zimmer gebracht wurden, ziehen wir uns schnell um und machen einen kleinen Spaziergang in der nächsten Umgebung, bevor wir schlafen gehen.
So, dass war’s mit der Australien-Reise. 😊
Wenn ich in den nächsten Tagen Zeit finde, werde ich hier noch ein paar Tipps und Empfehlungen für Australien aufschreiben. Ansonsten geht’s nun auf der neuen Seite für Singapur/Thailand weiter.
Währenddessen schlendern Carmen und ich durch die Souvenir-Shops im CBD von Darwin. 😎
Direkt anschliessend geht Rolf zusammen mit Roli sein Fahrzeug bei Britz abgeben. Entgegen unseren Vermutungen ist es überhaupt kein Problem. Sie haben überhaupt keine Ahnung, wo wir entlang gefahren sind. 😜
Unterdessen polieren wir noch Thorsten und unser Auto ein wenig. Dann laden wir Rolf und Carmens Gepäck in unser Auto. Ich fahre sie an den Flughafen und gehe dann von dort tanken und direkt zu Britz. Roli, Rolf und Thorsten sind bereits da, als ich ankomme. Auch bei uns läuft alles reibungslos. Wir erhalten auch das Geld für die gekauften Camping-Stühle zurück. 😊
Mit dem Taxi kommen Rolf, Thorsten und ich wieder zum Hotel zurück. Es gibt eine kurze Pause, bis wir uns um 18 Uhr wieder in der Lobby treffen und zusammen im «Tim’s Surf & Turf» Abendessen gehen. Es ist alles sehr lecker und eine coole Atmosphäre. Kurz vor 21 Uhr sind wir zurück. Aber alle haben mehr als genung gegessen und wir gehen nichts mehr trinken an der Bar, sondern sehen uns morgen wieder zum Frühstück.
Der heutige Tag (und Nacht) war der Letzte der offiziellen Canning Stock Route Tour von 4×4-Exploring. Morgen werden alle ausser Thorsten und Roli Australien wieder verlassen. Wir fliegen alle mit dem selben Flug von Darwin nach Singapur. Während Rolf und Margrit grad weiter nach Zürich fliegen, bleiben Thomas und ich noch einen Tag in Singapur, bevor noch eine Woche nach Thailand gehen. 😑
Wir treffen uns alle um 8 Uhr beim Frühstück. Es hat ein ganz nettes Frühstücksbuffet. Um 9 Uhr fahren wir mit 3 Autos los auf Einkaufstour nach Pinelands in den ARB-Shop. Ein paar kleine Sachen werden gekauft, und vieles bestaunt (sehr viele coole Ausrüstung für Offroad-Fahrzeuge 😜). Die Scheinwefer, die Thomas kaufen wollte haben sie aber nicht an Lager. Also geht’s weiter in den TJM-Shop in Winnellie (Darwin). Hier findet Thomas die Scheinwerfer, die er sucht. Nächste Station ist das Shopping-Center in Millner (Darwin). Dort werden alle wichtigen Shops, Anaconda, BCF (Boating Camping Fishing), RTM (Road Tech Marine) und Supercheap Auto besucht.
Etwa um die Mittagszeit ist fertig geshoppt und wir fahren zurück zum Hotel. Rolf und Margrit gehen ihr Auto waschen, während wir anderen versuchen unsere Taschen für den Rückflug zu packen. Und möglichst so, dass die Gepäckslimite ausgenutzt wird. 😊
Um 15 Uhr sind wieder alle auf dem Parkplatz unten und übergeben Roli, die Sachen, die mit seinem Auto wieder nach Perth transporiert und dort eingelagert werden. Bereits um 16 Uhr sind alle wieder geschniegelt parat und wir werden von einem Taxi in den Hafen von Darwin gefahren. Als Tour-Abschluss machen wir mit einem Schiff eine Sonnenuntergangs-Rundfahrt mit Abendessen. Es war eine sehr gelungener Abschluss. 😊
Im Hotel gibt’s noch schnell einen Drink, bevor es wieder heisst «Schlaft gut».
Wir fahren ohne Halt nach Darwin. Näh, nicht ganz. Beim Café ?? (was praktisch auch in Darwin liegt) machen wir eine kurze Pause.
Dann geht’s zum Hotel, «Hilton Garden Inn Darwin». Wir sind bereits um 13 Uhr dort und unsere Zimmer noch nicht bereit. So gehen wir uns im Hotel-Pool abkühlen und warten, bis wir die Zimmer beziehen können. Um 15 Uhr sind sie dann bereit und wir verfrachten den gesamten Inhalt des Autos ins Hotelzimmer hoch. 😊
Nun heisst es als erstes wieder mal Kleider waschen. So ziemlich alle Sachen haben eine erwas rötliche Farbe erhalten. 😇
Um 19 Uhr treffen wir uns alle in der Hotel-Lobby und gehen zu Fuss zum Restaurant. Es hiess, in dem Restaurant gäbe es typisch australische Gerichte, wie Krokodil, Känguru, Emu etc. Dem war aber nicht so. Es war eher ein normales Bistro. Da wir aber gerne richtig australisch gegessen hätten, sind wir weiter gelaufen zum Hilton Hotel. Das Restaurant dort, serviert Krokodil und Känguru. 😜
Natürlich haben sie aber auch «normale» Gerichte. 😊
Bis wir fertig gegessen haben, ist es bereits 21:30 Uhr und alle Eisdielen und die meisten Bars haben bereits geschlossen. So gehen wir zurück ins Hotel und ins Bett. Morgen ist eine Einkaufstour geplant. 😁
Ein Stück weiter gehen wir beim Sandpalms Roadhouse Mittag essen. Es gibt sehr leckere Burger. Und die Besitzerin des Lokals zeigt uns anschliessen ihr herziges Findelkind, ein kleines Wallaby. Wirklich süss, das Kleine. Ihre Mutter wurde überfahren und sie zieht es nun auf. 😁
Nun geht’s in Richtung Dundee Beach. Dort fahren wir der Five-Mile Beach entlang. 😊
Bevor wir dann auf den Dundee Beach Holiday Park fahren. Es ist schön warm und die meisten machen noch einen Schwumm im Pool.
Zum Abendessen wird im Park-eigenen Grill-Ecken gegrillt und im Anschluss noch bei den Autos zusammengesessen.
Bevor wir losfahren, werden noch die letzten Kanister geleert. Dann fahren wir nicht auf dem Highway weiter, sondern probieren eine Nebenstrasse aus. Es heisst schnell, es sei eine «Unmaintained Road». Klingt spannend. 😊
Zu Beginn war sie allerdings seehr staubig. Sie wurde immer schmaler und noch unmaintainter, bis sie schliesslich sogar überflutet ist. 😨
Roli fährt voraus und testet die Tiefe. Es geht gut und ich nicht tiefer als 40 cm. Dann kann ein Britz-Auto nach dem anderen hindurch fahren. Jetzt haben wir doch noch ein wenig Offroad erlebt. 😜
Denn kurz nach der Wasserdurchfahrt sind wir wieder auf Teer unterwegs. Wir wollen eigentlich die «Butterflyfarm» besuchen und fahren auch da hin. Aber die öffnen erst in 2 Stunden…
Also füllen wir die Tanks an der nahen Tankstelle noch ganz auf und fahren weiter in den Litchfield National Park. Dort besuchen wir als erstes zu einem Gebiet, wo sehr viele Termiten hausen. Zum einen haben dort die Magnet-Termiten ihr flachen Hügel gebaut. Und zwar so, dass die schmalen Seiten gegen Süden bzw. Norden ausgerichtet sind. So scheint nur die nicht so starke Morgen- und Abend-Sonne auf die breiten Seiten des Hügels. Zum anderen haben die Kathedral-Termiten ihre riesigen eben Kathedral-förmigen Hügel gebaut. Diese sind, wenn sie fertig sind, immer etwa 5 Meter hoch.
Als nächstes machen wir Mittagspause bei dem Tabletop Swamp. Es scheint recht viel Wasser im Sumpf zu haben. Haben aber kein Krokodil gesehen. 😊
Anschliessend schauen wir uns den Tolmer Fall an. Ein elend langer Wasserfall, den man gut aus der Ferne bestaunen kann. Mit 35°C ist es richtig heiss geworden und wir sind alle der Meinung, dass wir gut zu unserem Campground fahren und uns dort im Plunge Pool etwas abkühlen können. 😇
Der Campground liegt ganz in der Nähe der Florence Falls. Kaum angekommen, ziehen wir uns um und gehen bei den Wasserfällen baden. Das ist sehr erfrischend. Es leben viele Fische in diesem Pool. Man fragt sich wovon die sich ernähren. 😆
Oh, fast hätte ich es vegessen. Thomas hat es geschafft, grad als wir zum Pool wollten, sich den Daumen in der Autotür einzuklemmen. Autsch! 😨
Nach dem Baden wieder etwas ausruhen und dann das Abendessen vorbereiten.
Eigentlich wollten wir nach dem Essen noch gemütlich draussen sitzen, aber die vielen Mücken und anderes Geflatter machen das unmöglich. So gehen dann alle recht früh in Moskito freie Dachzelt. 😜
Auch am Morgen können wir direkt die kurzen Hosen und Sandalen anziehen. Als wir um 10 Uhr den Caravan-Park verlassen ist es bereits 25°C warm.
In Pine Creek halten wir und schauen uns zuerst das «Pine Creek Museum & 1889 Railway Station» und anschliessend die «Enterprise Pit Pine Creek Gold Fields», oder was davon übrig ist. 😊
Wir fahren weiter und das Thermometer steigt bis auf 34°C. Bei den «Robin Falls» machen wir unsere Mittagspause. Bzw. auf der Rest Area. Die Wasserfälle selber sind noch etwa 1 km entfernt. Diesen Weg nehmen einige von uns mit Badehosen bewaffnet noch in Angriff. 😊
Denn bei den beiden kaskadierenden Wasserfällen kann man baden. Das Wasser ist sehr kühl, also eine richtige Erfrischung. 😊
Nun ist es nicht mehr weit bis nach Adelaide River. Hier übernachten wir im «Adelaide River Inn». Das ist das Schwestern-Pub, desjenigen in Daly Rivers und war bzw. ist noch immer das Zuhause von «Charlie the Buffalo». Charlie hat in den Filmen Crocodile Dundee 1 + 2 mitgespielt. 😊
Wir essen hier bei lauen Temperaturen im Bistro zu Abend. Auch hier wird wieder Live-Musik gespielt. Und nicht mal schlecht. 😊
Quasi direkt nachdem sich alle eingerichtet haben, machen Carmen, Rolf, Thorsten und ich uns auf auf die kurze Wanderung auf dem Leliyn-Trail. Dieser Weg führt zuerst auf den Hügel hoch, an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei bis zum Upper Pool, wo wir im kühlen Wasser schwimmen gehen. Es ist aber sehr idyllisch dort. Dann gehen wir weiter, bis sich der Loop wieder schliesst. Das zweite Stück des Trails ist einem Bergwanderweg nicht unnählich, nur dass er nicht in grosser Höhe ist. 😇
Wieder im Camp, werden wir zu Kaffee und Kuchen bei Baumgartners eingeladen. 😊
Heute ist nämlich Carmens Geburtstag. 😁 🎂
Thomas möchte nun auch noch im Krokodil-freien Pool baden gehen, solange die Sonne noch scheint. Ich begleite ihn zwar, gehe aber nicht tiefer als 20 cm rein. 😜
Die Zeit bis zum Abendessen wird noch mit ausruhen, arbeiten oder sonst was verbracht. Um 18 Uhr kann das Geköche bzw. Gegrille beginnen. 😊
Wir fahren auch wieder an einem Stück bis nach Katherine. Wir gehen im «The Coffee Club» einen Kaffee trinken (😊) und gehen dann noch in die Shops in der Nähe. Um 13:30 Uhr treffen wir uns alle wieder bei den Autos und fahren zum 30 km entfernten Nitmiluk-National-Park. Eigentlich wollen wir dort auf dem Camp-Ground übernachten und morgen eine Bootsfahrt auf dem Katherine River machen. Aber der National-Park will unverschämt viel für den Camp-Platz sowie auch für die Flussfahrt. Daher entscheidet sich die Gruppe gegen eine Übernachtung dort. Und wir fahren zurück nach Katherine, wo wir in Ruhe über die nächsten Schritte nachdenken können. Es kommt aber so schnell nicht konkretes raus und es ist bereits fortgeschrittene Zeit, also fahren wir zum «BIG4 Breeze Holiday Parks – Katherine», etwas ausserhalb, und übernachten dort. Zum Glück ist der Park etwas ausserhalb, denn in Katherine selber lungern sehr viele Aboriginies rum, die nichts zu tun haben…
Nachdem wir unsere Zelte augeschlagen haben, treffen wir uns bei Roli’s Auto zur kurzen Besprechung. Er präsentiert seinen Plan für die nächsten Tage und wir können entscheiden, ob wir da mitmachen oder was eigenes machen wollen. Zum Schluss machen alle bei Rolli’s Plan mit. 😊
So kann er sich grad dran machen, die Park-Pässe für alle Autos zu lösen.
Um 18:30 Uhr gehen wir im «Big Fig Bistro» hier im Caravan-Park Abendessen.
Wie gesagt, machen wir uns dann aber um 10 Uhr auch auf den Weg. Wir fahren die 170 km nach Mataranka an einem Stück durch. Nach 2 1/2 sind wir auch schon in Mataranka. Wir übernachten hier im «Mataranka Homestead». Nachdem wir die Autos parkiert und die Zelte aufgestellt haben, schlüpfen wir auch schon in die Badehosen und gehen in den warmen Quellen baden. Sie haben ein schönes Naturbecken mitten in Palmen drinn gemacht. Das Wasser ist angenehme 34 °C warm. Die einen bleiben bis nach 15 Uhr im Wasser. 😜
Nachdem wir wieder zurück bei den Autos sind, nehmen wir einen kleinen Zvieri zu uns und sünnelen. 😊
Tagsüber ist es mit knapp 30°C tatsächlich tropisch warm. Am Abend wir es aber immer noch recht kühl.
Es kommen uns immer wieder hübsche Pfaue besuchen, während wir so da sitzen. Um 18 Uhr wird dann das Abendessen, Ghackets und Hörnli mit Apfelmus, gerüstet und zubereitet.
Nach dem Abendessen wird nochmals ein Feuer gemacht und Carmen bereitet die Teige zu und Roli backt noch die zwei Brote.
Thorsten hat sofort die Polizei verständigt, aber die meinten, sie hätten jetzt besseres zu tun und kämen evtl. später…
So hat der arme Thorsten noch 2 Stunden draussen in der Kälte gewartet. Aber es ist natürlich niemand gekommen.
Wir machen heute Morgen dann als erstes Halt beim Polizeiposten. Hier versucht Thorsten einen Polizei-Rapport zu erhalten. Aber erstens ist Sonntag und zweitens sind sie grad sehr beschäftigt, da anscheinend auch auf dem anderen Caravan-Park Autos ausgeräumt wurden. Sogar irgendwo in ein Haus wurde eingebrochen. Sie würden den Rapport dann per E-Mail schicken. Also fahren wir zur nächsten Tankstelle, tanken wieder voll und verlassen dieses unsichere Kaff.
Da Thorsten verständlicherweise fast nicht geschlafen hat in der Nacht, fährt er heute bei mir mit und Thomas fährt sein Auto. So kann er sich etwas ausruhen. Das letzte Drittel fährt er dann wieder selber.
Um 15:30 Uhr erreichen wir Daly Waters. Ein herziges kleines Dorf, wo schon einiges los ist. Sehr viele sind bereits mit ihrem Wohnwagen im Caravan-Park parkiert. Trotzdem kriegen wir einen Platz, wo alle 5 Autos beieinander parkiert werden können. Nachdem wir uns eingerichtet haben, höckeln wir noch ein bisschen zusammen und gehen dann im historischen Pub einen leckeren Burger essen. 😁
Es gibt sogar live Musik. Und sie ist gar nicht so übel, nur etwas laut. 😊
Nach dem Abendessen gibt es den Kaffee bei Rolis Auto.
Übrigens hat Thorsten seinen Polizei-Rapport bereits heute Abend erhalten. Wenigstens ging das schnell. 😅
Als nächstes halten wir beim Wycliffe Well Holiday Park. Auch dieses Roadhouse ist nicht mehr in Betrieb. Die ehemaligen Betreiber hatten wohl viel Spass an Ausserirdischem. 😊
Dann halten wir kurz beim Devils Marbels Hotel. Das spannendste dort sind aber die verrosteten Autos die da rumstehen. Dann geht’s in den National Park der Devils Marbels. Das sind eigentlich viele grosse runde Steine die da rumliegen. Die Aboriginies glauben ja, dass das Land von einer riesigen Regenbogenschlange geschaffen wurde. Und diese Devils Marbels sollen die Eier dieser Schlange sein. 😊
Es ist auch eine wirklich schöne Landschaft.
Weit entfernt (zum Glück) ist eine Rauchwolke eines Buschfeuers sichtbar. Als wir weiter fahren, bekommen wir sie noch besser zu sehen. Aber wir fahren daran vorbei, ohne betroffen zu sein.
Wir kommen in Tennant Creek an. Wir fahren als erstes rasch zum «Battery Hill Gold Mining & Heritage Centre». Wir möchten gern eine Führung in der Goldmine machen, aber am Wochenende gibt es keine Führungen…
Dann fahren wir halt zum Tennant Creek Caravan Park, wo wir übernachten. Wir sind sehr früh dran und haben schön Zeit ein wenig auszuruhen, Zeugs putzen etc. Um 18 Uhr, genauer gesagt dann erst um 18:30 Uhr, holt und der Shuttle Bus des Tennant Creek Memorial Club ab. In diesem Club werden wir Abendessen. Es ist ein wirklich witziges Lokal. Heute, Samstag Abend, ist da der Teufel los. Alle haben die Sonntags-Kleider angezogen und sind am feiern. 😊
Es dauert zwar eine Weile, bis wir unser Essen erhalten, aber das macht nichts, es ist spannend alle die seltsamen Gestalten zu beobachten. 😁
Nach dem Essen laufen wir den guten Kilometer zurück zum Caravan-Park. Der Bus scheint keine so gute Wahl mehr zu sein. 😅
Rolf stellt fest, dass bei seinem Zelt noch mehr Schrauben fehlen. 😆
Wir reparieren das noch und prüfen die anderen Fahrzeuge. Da nun so viel an den Autos nicht mehr richtig funktioniert und 2 der 4 Ersatzräder (von allen 4 Autos) unbrauchbar sind, entschliessen wir uns doch die 50km Umweg in die nächst grösste Stadt, ALice Springs, unter die Räder zu nehmen. Dort können wir bei einem Reifenservice neue Pneus und im bunnings Werkzeug und Schrauben kaufen.
Der erste Teil ist noch staubige Gravel-Road, dann wechselt der Belag auf schönen Teer. 😁
Als wir in Alice Springs zum Reifenservice fahren, kommen wir zufällig an einer Britz-Filiale vorbei. Kurzerhand gehen wir da hin und fragen, ob sie unsere Fahrzeuge reparieren können. Überraschenderweise haben sie sofort Zeit, unsere Anliegen anzuschauen. Wir erklären ihnen, was alles nicht mehr funktioniert und sie reparieren und tauschen alles anstandslos. Echt ein super Service! 😊
Während wir warten macht Roli zuerst Kaffee. Etwas später geht Thomas und Thorsten in den Hungry Jack’s für alle einen Burger und Pommes holen.
Und Rolf und Thomas laufen zu bunnings rüber und kaufen noch ein paar Werkzeuge ein.
Etwa um 15 Uhr sind die Autos zu gut wie neu (funktionieren noch besser, als wir sie übernommen haben 😆). Wir fahren zur nächsten Tankstelle und füllen die Tanks und pumpen die Räder wieder auf 40 PSI auf. Jetzt kann’s weiter gehen nach Norden.
Als wir beim Aileron Roadhouse sind, stimmen wir ab, ob wir hier übernachten oder nochmals wild campen wollen. Die Wahl fällt knapp auf wild campen. Also sucht Roli einen passenden Ort. Nur halt ohne Erfolg. Darum fahren wir noch ca. 10 km weiter zum «Ti Tree Roadhouse». Hier können wir noch duschen und (Thomas und ich 😊) in einem normalen Bett schlafen.
Obwohl wir im tropischen Gürtel sind, sind die Tage mit 24 °C eher kühl, ganz zu schweigen von Abend und Nacht.
Weiter geht’s auf dieser staubigen Piste (Kiwirrkurra Road und dann Gary Junction Road). Rolf und Margrit fahren sich recht am Anfang wieder einen Platten ein. Und was für einer (siehe Photos). Welcher sie aber mit Rolfs und Carmens (Baumgartner) Hilfe wieder zügig wechseln können.
Es kommen uns erstaunlich viele Fahrzeuge entgegen. Und es liegen sehr viele ausgebrannte Wracks am Strassenrand. Dafür sehen wir auch sehr viele Kamele rumspazieren. 😊
Kurz vor dem Mittag passieren wir die Grenze zum Northern Territory. Jetzt müssen wir unsere Uhren 1 1/2 vor stellen. 😊
Als unsere aller Tankanzeige langsam gegen Leer zeigt, machen wir kurz Halt und füllen 2 – 3 Kanister wieder nach.
Wir essen was kleines zu Mittag irgendwo am Strassenrand, wo es nicht allzu stark staubt. 😎
Wir übernachten wieder etwas abseits der Gary Junction Road auf einer grossen Lichtung, wo man gut ein Feuer machen kann. Als wir dort ankommen, bemerkt Thorsten, dass auch er sich einen Platten eingefangen hat. Er hat es geschafft über einen Nagel zu fahren. 😆
Wir montieren das Rad ab und versuchen es mit Roli’s fachkundiger Hilfe zu reparieren. Leider klappt das nicht. Und Thorsten muss auch mit seinem Ersatzrad weiterfahren.
Des Weiteren bemerkt er beim auffalten seines Zeltes, dass da einige Schrauben nicht mehr drin sind. 😨
Zum Glück hat Rolf eine Schraube seines Zeltes parat, um Thorsten’s wieder zusammen zu flicken. 😊
Wir überprüfen auch gleich die restlichen Zelte und müssen auch da einige Schrauben fester anziehen. Diese Wellblechpisten sind schon etwas mühsam.
Nach den feinen Älpler-Maggronen sitzen wir noch ein wenig um’s Feuer. Dank der Zeitumstellung ist es recht schnell schon spät und die meisten gehen ins Bett. Thomas hat noch ein kurzer Meeting, bevor auch wir dann ins Bett gehen.
Übrigens war es gestern Abend mal nicht mehr so kalt. Auch in der Nacht muss man nicht mehr das dicke Pyjama anziehen. 😊
Heute Morgen regnet es nicht mehr, aber dafür sind die Fliegen bereits um 6 Uhr da. Und das in einer Anzahl, wie noch selten. 😑
So hat niemand Lust zu frühstücken, also fahren wir heute etwas früher los. Thomas und ich müssen allerdings zuerst noch eine Vorrichtung basteln, die die beiden Klappen unseres Hard-Tops schliessen kann. Gestern, bei dem ganzem Gerüttel über die Wellblech-Piste sind uns 3 von 4 Veschliesmechanismen der Klappen abgerüttelt worden. 😆
Wir können sie Klappen nun nicht mehr schliessen. Aber mit 3 Industrie-Bänder bastelt Thomas eine Vorrichtung, dass wir sie wieder einzeln öffnen können.
Weiter geht’s auf dem Gary-Highway. Als wir wieder mal bremsen, um die Auswaschung langsam zu fahren, meint Thorsten von Hinten: Nummernschild!
Also gehen wir nachschauen. Tja, die eine Schraube des Nummernschildes hat sich ebenfalls durch das Gerüttel gelöst und das Nummernschild klappert in der Gegend rum. 😆
Thomas zieht die Schraube wieder an und überprüft sie auch gleich bei den nachfolgenden Autos. Auch bei Rolf + Carmens Auto sind die Schrauben bereits locker.
Übrigens, ebenfalls ein Opfer des Rütteln wurde unser Feuerlöscher. Seine Halterung hat sich gelöst…
Nach wenigen weiteren Kilometern sind wir endlich auf einem richtigen Highway. Eine breite relativ ebene Gravel-Road. Hier treffen wir seit langem wieder ein anderes Fahrzeug, ein Road-Train. 😊
Kurz darauf erreichen wir «Kunawarritji». Das ist eine Aboriginal-Community mit Tankstelle, Reifenservice, Shop und Motel. Dort füllen wir die Auto-Tanks und alle Kanister wieder auf, gehen was kleines Einkaufen (der Shop ist erstaunlich gut assortiert und hat auch frische Sachen) und dann seit langem wieder mal duschen. 😁
Die Community ist echt modern eingerichtet. Sie haben seit kurzem eine StarLink-Antenne und somit kann man nun auch mit Kreditkarte bezahlen. Obwohl wir extra für hier Bargeld mitgenommen haben. 😊
Der Diesel ist nicht mal sehr teuer mit 3,20 AUD for Liter. Er ist sogar günstiger als in der Schweiz. 😇
Wir erhalten unsere geglickten Pneu wieder zurück und fahren dann weiter in Richtung Osten. Es regnet immer wieder leicht. Bei uns und in der Ferne. So wird der Zustand der CSR leider nicht besser…
Darum können wir wohl nicht mehr zurück auf die CSR, sondern fahren in das Zentrum von Australien und dann nach Norden nach Darwin hoch. Roli kennt ein paar nicht so touristische Flecken, die wir noch besuchen gehen.
Schade. Wir konnten nur etwa 1/3 der CSR fahren. Aber gegen das Wetter kann man nichts machen.
Jede Stunde machen wir 5 Minuten Pause, um wach zu bleiben auf der eintönigen Strasse, wo man sich aber trotzdem noch konzentieren muss. Unter anderem beim «Jupiter Well».
Unser Nachtlager schlagen wir in der Nähe der Kiwirrkurra Road auf. Heute grillieren wir erneut und dazu gibt’s Tomaten-Salat. 😊
Übrigens noch was zu den Spinifex-Gräsern; es ist ja ein Photo eines ausgebrannten Autos mit Anhänger im Blog-Eintrag vom 13.05.2024. Dieser Brand geschah eben aufgrund der vielen Spinifex-Gräsern, die unten am Auto hängten und sich dann entzündeten aufgrund der Hitze. Dank eines eifrigen Blog-Lesers kann ich hier noch ein Link der Geschichte dieses Brandes zur Verfügung stellen: Beware of Spinifex when in the desert
Es ist also schon wichtig, diese Gräser regelmässig zu entfernen.
Von Henrik und Barbara gibt es auch Neuigkeiten. Das Auto abschleppen, dort wo sie waren, ist nicht möglich. Also sind sie zur nächsten Aboriginal-Community gefahren. Von dort wäre es möglich, aber die Mechaniker dort verkaufen ihnen 2 Liter Öl und empfehlen selber in die Zivilisation (Newman) zu fahren und das Auto dort reparieren zu lassen.
Heute Morgen sind alle komisch früh wach. Roli hat noch nicht mal Kaffee-Wasser gemacht, als die Hälfte bereits am Frühstückstisch sitzt. Trotzdem fahren wir erst kurz nach 8 Uhr wieder los. Alle (ausser Roli) betanken ihr Fahrzeug vorher noch mit einem Kanister.
Unterwegs sehen wir zwar keine ausgebrannten Wracks mehr, entfernen aber trotzdem ca. alle 30km das ganze Spinifex-Gras vom Unterboden.
Nach ein paar Stunden fahren, habe ich so ein Gefühl, dass unser Auto «schräg» fährt. Und als wir dann nachschauen verliert der vordere rechte Reifen tatsächlich Luft. Das war wohl ein steinharter Ast oder so.
Wir sind das zweitletzte Auto und der Besenwagen, Rolf und Carmen, sind super. Sie haben den Wagenheber und alles Werkzeug bereits zu Hand. Wir müssten das halbe Auto ausräumen um dran zu kommen. 😅
Mit ihrer Hilfe haben wir das Rad in Rekordzeit gewechselt und können weiterfahren. Kurz darauf, hält Rolf (der andere Rolf) vor uns an. Auch er hat einen defekten Pneu…
Auch dieses Rad wir schnell gewechselt. Wir haben jetzt ja Übung darin. 😊
Dann treffen wir wieder auf Roli und Thorsten und machen nochmals die Spinifiex-Kontrolle. Ebenfalls pumpen wir die Pneus wieder auf 30 PSI auf. So sind sie etwas weniger anfällig auf die Äste. Roli muss noch doch auch noch einen 20l Kanister tanken, obwohl er das Gefühl hatte, der Isuzu hat einen so kleinen Verbrauch, dass er mit nur 2 Kanistern (alle anderen haben mind. 4) durchkommt. 😎
Wir sind nun auf dem Gary Highway. Allerdings macht dieser Track seinem Namen überhaupt keine Ehre. Der Zustand ist fast schlimmer als der Talawana Track. Entweder hat es Wellblech, Termitenhügel, Gräbenk, lauter Spinifex-Gras oder ganz viele spitzige Äste liegen rum. So richtig gut vorwärts kommen wir nicht. Jedenfalls nicht zu Beginn, aber je länger wir darauf fahren, desto breiter wird der «Highway». Leider hat es auch immer mehr Wellblech auf der Fahrbahn. Aber ohne weiteren Reifenwechsel erreichen wir unseren Lagerplatz am Gary Highway.
Als wir heute Morgen aufbrechenn sind nur noch 5 Autos im Konvoi. Henrik und Barbara bleiben im Bushcamp bei Georgia Bore und versuchen einen Abschleppservice zu organisieren, der den Landcruiser von dort abschleppt. Darum verabschieden wir uns heute morgen von ihnen.
Die nun reine Pick-Up Gruppe versucht weiter der CSR zu folgen. Nun, eben versuchen. Die Strecke wird immer nasser und immer mehr Pfüzten ziehren den Boden. Bis wir an viel zu tiefe Pfützen kommen, wo auch schon diejenigen, die vor uns hier waren (es hat Reifenspuren) enden. Da können wir nicht weiterfahren. Der nasse Sand ist wie Treibsand und würde die Autos praktisch verschlucken. 😑
Zum Glück ist das Buschwerk am Wegrand nicht so dicht und können alle Autos wenden und wieder zurückfahren. Wir fahren aber nicht weit zurück. Bald kommt ein Abzweiger nach links (Osten), der uns auf eine Gravel-Road (Gary Highway) und dann in die Aboriginal Community führen soll.
Nach den anfänglich etwas kniffligen Stellen, wird der Weg richtig breit und geebnet. Als wäre jemand mit dem Trax durchgefahren. 😊
Wieder fahren wir an toten Kamelen vorbei. Diese sind aber schon länger da und man sieht schön die Knochen. 😆
Etwas weiter kreuzt ein ganze Herde lebender Kamele unseren Weg. 😊
Bis zum Mittagspause bleibt die Strecke so «schön», danach wird sie wieder eher verwildert und wir kommen nur noch mit 30 – 40 km/h anstatt 50 – 60 km/h vorwärts.
Als wir bei einem weiteren ausgebrannten Autowrack halten, kontrollieren wir den Unterboden unserer Fahrzeuge auf hängen gebliebenes Gras. Und siehe da, unter jedem Auto hängt jede Menge trockenes Gras fest. 😨
Also legen wir uns unter das Auto und entfernen das ganze Gras. Die eine Wanne muss sogar abgeschraubt werden, damit man sie leeren kann. Roli geht da allen zur Hand mit seinem Können und Werkzeug. 😊
Als bei allen Autos die Brandgefahr wieder minimiert ist, fahren wir weiter.
Die Säuberung des Unterbodens machen wir noch einmal, bevor wir kurz vor 17 Uhr unseren Übernachtungsplatz am Talawana Track erreichen. Auch hier wird das Auto wieder von Spinifex befreit. Dann Zelte aufbauen, Tische und Stühle platzieren und anfangen zu rüsten. 😊
Heute koch Roli ein feines Gulasch für uns. 😊
Dann Frühstücken und das Auto wieder reisefertig machen. Um 8 Uhr gibt es, wie immer, bei Roli’s Auto das morgentliche Briefing. Dies dauert nicht lange. Dann geht’s auch schon wieder los. 😊
Die heutige Strecke verläuft ohne Pannen und Zwischenfälle. Nur Henrik muss ca. alle 10 km wieder Öl in die leckende Servopumpe einfüllen, sodass er einigermassen lenken kann.
Wir fahren an vielen verbrannten Auto- und Anhänger-Wracks vorbei. Wir sehen ein lebendes und einige tote Kamele. Die Toten verströmen diesen süsslichen Geruch schon weit herum…
Seit heute Mittag befinden wir uns im Tropischen Gebiet von Australien. Allerdings merkt man bis jetzt noch nicht wirklich was davon. Es wird am Abend sehr schnell kalt. 😆
Praktisch die ganze Strecke fahren wir dem «Lake Disappointment» entlang. Der heisst so, weil seine Entdecker sich schon gefreut haben, endlich Wasser gefunden zu haben und dann enttäscuht sind, dass er sich als Salzsee entpupt. 😅
Wir fahren durch viele verschiedene Landschaften. Von Bäumen über trockene Seen, Sanddünen, Grassteppen und Stein-Wüste. Nicht mehr allzu weit von Well 22 entfernt kommen uns drei Australier entgegen. Sie meinen, der nördlche Teil der CSR sei immer noch nicht befahrbar. Mal schauen…
Sie sind sehr freundlich und geben Henrik und Barbara ein paar dl ihres Motorenöls ab.
Alle kommen heil und ohne allzu starken Muskelkater in den Armen beim «Geeorgia Bore» an. Roli baut hier mal das Duschzelt auf. Eine wirklich coole Sache. ㈍
Zum Duschen nehmen wir das Wasser aus der Quelle, die da gegraben ist. Das Wasser ist sogar schön warm. 😇
Auf dem Weg zurück zur CSR entdeckt Rolf Flüssigkeit auf dem Weg. Henrik & Barbara’s Landcruiser verliert irgendeine Flüssigkeit. Roli checkt das.
Eine Schraube die die Pumpe der Servolenkung am Motor halten sollte, ist gebrochen. 😨
Dies ist nicht so einfach reparierbar, ohne den ganzen Motor auszubauen. Schon gar nicht hier draussen im Sand. Also gibt’s nichts anderes als weiterfahren. Irgendwann dann halt ohne Servolenkung. So werden sie die CSR nicht fertig fahren können, sondern am nächsten möglichen Punkt die CSR verlassen.
Am Nachmittag geht es zuerst vermehrt über Dünen, bevor es wieder steiniger wird.
Es ist bereits am eindunkeln, als wir um 17:30 Uhr Well 18 erreichen, wo wir unsesr Nachtlager aufschlagen.
Heute Abend wird wieder grilliert und frisches Brot gebacken. 😊
Bei Well 13 machen wir dann 1 Stunde Mittagspause. Leider hat es auch hier immer noch viele Fliegen. Obwohl wir ab heute nicht mehr auf Farmland, sonder auf Aborigine-Land unterwegs sind.
Neben den altbekannten ausgewachenen und steinigen Wegen kommen heute Sanddünen hinzu. Die einen sind sandiger als andere. 😊
Insgesamt soll es auf der CSR knapp 1’000 Sanddünen haben.
Ein wenig Action gibt’s aber auch heute wieder. Und zwar verliert der Pneu vorne rechts an Rolis Auto Luft. Ganzer Konvoi Halt und mit Seifenwasser herausfinden, wo der Pneu die Luft verliert. Der Pneu hat aber kein Loch, wie zuerst vermutet, sondern es ist Sand zwischen die Felge und den Reifen gelangt und ist dort nicht mehr dicht. Das heisst, das Rad vom Auto abnehmen und den Pneu von der Felge lösen. Dann die Berührungsstelle reinigen. Und unbedingt das Ventil entfernen(!). Nun kann mit Hilfe von Bremsreiniger der Pneu wieder auf die Felge aufgezogen werden (ist im Video festgehalten 😁). Den Pneu wieder pumpen und montieren und es kann weiter gehen.
Das Problem wurde von Roli Vogel suverän gelöst. Und falls jemand Interesse hat das auch zu lernen, mache ich hier Werbung für seinen Buschmechanik-Kurs😁
Es gibt noch einen Photo-Stopp beim Well 14 und einem zurückgelassenen Offroad-Anhänger. Die CSR ist für Anhänger wohl nicht geeignet. 😊
In der Ferne sehen wir sogar ein Kamel. Kurz darauf erreichen wir Well 15, wo wir unser Nachtlager einrichten.
Neben den «normalen» Morgen-Arbeiten haben wir heute noch unsere Rückbank etwas neu geordnet. Das ganze Gerüttel hat offenbart, dass der erste Versuch nicht wirklich optimal war. 😇
Ein Stück weiter sammeln wir etwas Holz ein und binden es bei Rolli auf’s Autodach. Er benötigt das u Brot zu backen.
Unsere Route führt durch sehr verschiedene Landschaften. Mal viel Gras, dann hohe Bäume dann wieder Sand oder Stein-Wüste. Well 5 wurde aufwendig renoviert und wir ziehen zur Demonstration einen Kessel Wasser hoch und giessen ihn in die Tränke. Well 5 übrigens ist mit 32 Metern Tiefe der tiefste aller Brunnen. Beim Well 6 oder auch «Pierre Springs» hat es neben viel Wasser im Boden (daher die grossen schönen Bäume) einen sehr schön gemachten Rastplatz mit gedektem Esstisch, Grillstelle und sogar ein WC soll es haben. Der Brunnen selber ist auch in sehr gutem Zustand, bzw. ist renoviert worden. Beim Well 7, von dem nur noch ein Loch übrig ist, machen wir Mittagspause.
Kurz bevor wir dort ankommen sehen wir in der Ferne ein paar wilde Kamele herumlaufen. Aber sie flüchten schnell vor den Autos. Australien hat die höchste Population an wilden Kamelen der Welt. 😊
Ich hoffe wir sehen noch ein paar etwas näher.
Auf einmal meint Roli, wir seien nicht mehr auf der CSR und müssen umkehren. Rolf meint aber, es gäbe einen Weg nach rechts, der uns wieder auf die CSR bringt. Also nehmen wir den Weg nach rechts. Dieser wird immer mehr überwachsen und schon bald fühlt man sich wie in der Steppe in Afrika. 😊
Nachdem wir den coolen Umweg geschafft haben, erreichen wir den Well 8. Dieser ist nicht mehr mehr als ein trockenes Loch im Boden. Da wir durch sehr hohes Gras gefahren sind, überprüfen wir hier dass keine der Gräser mehr im Kühler der Autos hängen geblieben sind. Dann geht’s back on track weiter.
Wir halten noch bei Well 9 und 10 bevor wir um 16:45 Uhr an unserem Nachtlagerplatz ankommen.
Heute machen wir wieder ein Feuer. Darauf wird Fleisch und/oder Würste grilliert. Dazu gibt es Salat. 😊
In der Nacht bzw. bereits am Abend wird es empfindlich kalt. Gestern kam auch noch recht starker Wind dazu. Ein Teil von Thorsten’s Dachzelt flog sogar davon. Es konnte aber wieder eingefangen werden. 😊
Heute Morgen windet es immer noch noch und ist bloss 14°C warm. Wir frühstücken schön im Windschatten unseres Autos.
Um 8 Uhr macht sich unser Konvoi wieder auf den Weg über ausgewaschene Wege.
Im Laufe des Tages steigen die Temperaturen aber auf 29°C an. 😁
Heute kommen wir an den Wells 3, 3a, 4 oder auch Windich Springs) und 4b vorbei. Kurz nach dem Well 4b schlagen wir unser Nachtlager auf. Denn es ist schon 17:15 Uhr. In ca. einer Stunde sind die Fliegen weg und wir können in Ruhe zu Abend essen.
Nach dem Absasch und Dessert, wird ein Lagerfeuer gemacht und drumherum gesessen. Dort ist’s schön warm. 😁
Denn die Temperaturen sinken auf ähnliche Werte wie gestern und auch der Wind nimmt etwas zu.
Auf dem Weg kommen uns sehr viele Road-Trains entgegen. In die selbe Richtung fährt niemand. Hmm…. 😜
Um 11 Uhr erreichen wir Wiluna. Hier füllen alle ihre Tanks noch auf. Diejenigen, die keine Britz-Mietautos haben gehen sich auf der Polizeiwache noch abmelden.
Nun endlich (😊) können wir auf die CSR fahren.
Die Zufahrtsstrasse ist eine breite Gravel-Road, sie wird aber schnell schmaler und sandiger. Und auch steiniger mit zum Teil tiefen Auswaschungen. Das haben wir nicht erwartet, ist aber cool. 😊
Nach nur etwa 1 Stunde fahren, hat unser Besenwagen (das letzte Auto im Konvoi) bereits den ersten Platten. 😆
Wir fahren an den Brunnen «Well 2» und «Well 2a» vorbei. Entlang der CSR hat es sehr viele Brunnen. Das getriebene Vieh musste ja irgendwie getränkt werden auf der langen Reise. In der Nähe des Well 2a übernachten wir dann.
Aber das Zelt ist glücklicherweise dicht. 😊
Um 7 Uhr stehen wir heute auf und gehen, vermutlich das letzte Mal in den nächsten 2 Wochen, in einer richtigen Dusche duschen. 😜
Dann frühstücken und den Dachträger nochmals überprüfen und nachziehen. Bis wir wieder alles verstaut und alle Akkus wieder geladen haben ist auch schon 9 Uhr. Es folgt eine kurze Lager-Besprechung und dann fahren wir los. Im Dorf vorne machen wir beim «Supermarket» einen Halt, bevor wir weiter Richtung Norden fahren.
Da Wiluna, dort wo die CSR startet, wohl mittlerweile nicht wirklich cool ist um zu übernachten, fahren wir heute nur bis «Leinster». So müssen wir morgen in Wiluna nur noch die Tanks wieder auffüllen und direkt weiterfahren.
Um 11 Uhr sind wir bereits in Leinster. So haben wir jede Menge Zeit. Darum stellen wir ein Gazebo mit Fliegen-Netz auf. Da können locker 6 Leute drinn sitzen, ohne die lästigen Fliegen. 😇
Irgendwann kommen dann die beiden Paare, Rolf & Carmen und Henrik & Barbara, die auf die CSR mitkommen, auch noch dazu. Es werden viele Informationen ausgetauscht und wir können 2 unserer Diesel-Kanister gegen eine Tasche mit Kite-Boards tauschen. 😊
Um 17 Uhr fängt Roli dann an zu kochen. Zwei rüsten das Gemüse und andere waschen dann das Geschirr ab nach dem Essen.
Um 20:30 Uhr gehen praktisch alle bereits ins Bett. Bei uns wird es dann 22 Uhr. 😊
Wie gesagt, morgen fahren wir dann auf die Canning Stock Route. Da kann es durchaus vorkommen, dass ich kein Blog-Eintrag machen kann. Werde aber versuchen unsere aktuelle Position und Route möglichst oft upzudaten. Dies als Vorwarnung. 😊
Frühstück gibt es heute nicht beim Nachtlager, sondern wir wollen in Kalgoorlie in ein Café frühstücken gehen. Zuerst aber in Coolgardie wieder volltanken. Dann gibt’s in Kalgoorlie ein leckeres und riesiges Frühstück. 😊
Kalgoorlie ist eine recht grosse Goldgräber-Stadt. Wie der Namen des Parks, wo wir übernachtet haben schon sagt, nennt sich die Gegend hier Goldfields. Früher gab’s viele kleine Minen, um 1990 rum wurden aber alle zusammengefasst zu einer rieigen, dem «Super Pit». Diese gehen wir vom Lookout aus anschauen. Es stehen auch einige alte Maschinen und Teile von modernen rum. Ist schon ein eindrückliches grosses Loch. 😁
In der Mine wird 24 Stunden, 7 Tage die Woche gearbeitet. Und angeblich soll man auch sehr gut verdienen, wenn man dort arbeitet.
Beim Wild-Campen gestern, haben alle gemerkt, was noch fehlt. Darum fahren wir heute nochmals zu einem Bunnings Warehouse und anschliessend noch in den BCF. Als alle fertig sind, ist auch schon 14 Uhr. Höchste Zeit aufzubrechen. Wir haben heute noch 300 km vor uns.
Übrigens zu unserem Konvoi; im Hotel in Guildford kamen neben Roli noch Rolf & Margrit und Thorsten dazu. Zur Zeit sind wir 4 Autos. In Wiluna kommen dann noch 2 weitere Autos mit je einem Paar dazu. Dann sind wir 10 Leute und 6 Autos auf der Canning Stock Route.
Um 15:40 Uhr kommen wir auf dem «Leonora Caravan Park» in Leonora an. Hier bekommt jeder einen Stellplatz zugewiesen, wo wir unser Zelt «aufbauen». Die anderen machen eine kurze Pause und Thomas und ich räumen unser Auto etwas um, sodass alles etwas intelligenter verstaut ist. Dann spazieren wir in eine nahegelegene Bar und trinken da was. Ihr Restaurant ist geschlossen, daher laufen wir etwas weiter zum nächsten Offenen. Das Essen schmeckt überraschend gut. 😊
Bereits kurz nach 19 Uhr sind wir zurück beim Caravan Park. Thomas und ich bauen die StarLink-Antenne auf und arbeiten was. Der Rest gesellt sich an’s Lagerfeuer zu den anderen Bewohner des Caravan Parks.
Wir stehen wieder um 7 Uhr auf. So sollten wir das Auto fertig beladen können bis um 9 Uhr. Dann soll unser Konvoi nämlich starten. Schlussendlich mussten wir die ganzen 2 Stunden voll ausnutzen. Den 2. Kühlschrank installieren, alle Koffer und Rucksäcke auf der Rückbank verstauen und die Kanister und unnötiges Zeugs auf dem Dachträger festmachen. Es klingt nicht nach viel, aber irgendwie dauert es einfach…
Kurz nach 9 Uhr können wir aber los. Wir fahren in Richutng Osten. Das Tagesend-Ziel ist in der Nähe von «Kalgoorlie».
Nach etwa einer Stunde fahren, bemerkt Thomas ein seltsames Geräusch und stellt fest, dass die Halterungen unseres Dachträgers sich gelockert haben. 😨
Wir fahren zur nächsten Tankstelle und befestigen ihn wieder. Die Tankstelle inkl. Shop und WC sind geschlossen, weil sie kein Treibstoff mehr haben. Daher sind unsere Reise-Gefährten weiter gefahren, auf einen Rastplatz, wo man etwas trinken kann. Wir treffen sie dann da wieder und fahren im Konvoi weiter. Mit ein paar weiteren kleinen Pausen kommen wir um 17 Uhr dann im «Goldfields Woodlands Conservation Park» an. Dort suchen wir eine Lichtung zum Übernachten. Heute Abend wird grilliert. 😁
Und nach dem Essen gibt’s noch einen Kaffee, bevor wir schnell abwaschen und dann noch zusammen ums Feuer sitzen bis kurz vor 22 Uhr. Dann noch Zähne putzen und ab ins Dachzelt. 😊
Also gehen wir in den nahen Hungry Jack’s einen Kaffee und/oder Schinken-Käse-Toast geniessen. Um 9 sind wir dann wieder bei Britz. Wir müssen nicht lange warten bis wir an der Reihe sind. Das Formularausfüllen geht auch noch recht zügig. Aber sie haben nur 1 von 3 Autos überhaupt bereit.
Die Autos selber sind nicht schlecht. Es sind Toyota Hilux. Sie sind recht neu (von 2023) und auch recht sauber. Aber die Camping-Ausrüstung, die auch dabei ist, ist naja… der Zustand ist sehr stark gebraucht bis schmudelig. Auch der Einbau auf der Ladeföäche ist in diesem Zustand. Vorallem weil sie nur ein Hard-Top drauf montiert haben, welches nicht staubdicht ist. So wrid halt alles staubig da drin. Und es hat jede Menge Zeugs in dem Auto, was wir gar nicht brauchen. Glücklicherweise dürfen wir einen Teil davon dort lassen. Ansonsten hätten wir überhaupt keinen Platz um unser Zeug zu verstauen. 😅
Dafür fehlen in allen Autos die Stühle und Tische. Sie versucht zwar einige aufzutreiben, aber die sind in einem erbärmlichen Zustand. Wir nehmen nur die Tische mit und kaufen selber noch Stühle.
Es dauert bis ca. 12:30 Uhr, bis wir endlich alle Autos haben und losfahren können.
Zu allererst geht’s zum Metzger, Fleisch einkaufen. Wir werden voraussichtlich 3 mal grillen. Sobald das Fleisch dafür gekauft ist, geht’s weiter zum Midland Gate Einkaufszentrum. Auf dem Weg ist viel Verkehr, sodass Thorsten und wir die anderen beiden verloren haben. Nach einem kleineren Umweg sind wir aber auch dort. 😊
Im Woolworth werden Lebensmittel eingekauft. Dann verlassen Thomas und ich die Gruppe und gehen im Supercheap Auto eine Dachträger-Plattform kaufen. Die ist nötig, dass wir unser ganzes Gepäck plus 60 Liter Wasser und 80 Liter Diesel ins Auto bringen. 😅
Wir treffen die anderen dann wieder im BCF beim Aussuchen der Campingstühle. 😊
Die anderen gehen zum Hotel zurück während wir die Dachträger-Plattform zusammenbauen und montieren. 😆
Kurz vor 19 Uhr sind wir fertig und schaffen es grad zum Abendessen zurück ins Hotel. Nach dem Abendessen geht das Packen und Einräumen ins Auto an. Was bei all unserem Gepäck nicht so einfach ist. 😇
Um 00:30 können wir dann ins Bett. 😇
Es blieb halt keine Zeit, einen Blog-Eintrag zu machen.
Bei Roli, unserem Tour-Guide, gab es Zuhause einen Notfall. Darum muss er evtl. zurück in die Schweiz. Und falls das der Fall sein sollte, wird Thomas die Leitung und somit auch das Auto von Roli übernehmen. Und dass das möglich ist, muss Thomas, bzw. müssen wir, da ich als 2. oder 3. Fahrer eingetragen bin, zum Vermieter fahren und dort die nötigen Dokumente ausfüllen und unterschreiben.
Dies erledigen wir heute Vormittag. Um 11:15 Uhr sind wir wieder zurück. Dann erklärt und zeigt Roli uns seine Ausrüstung und ein groben Plan der Route. Um 14 Uhr erwacht die Schweiz auch langsam und Roli macht sich dran sein Problem zu analysieren und wir fahren zu ein paar Läden in Midland und kaufen die ersten Sachen ein. Thomas möchte unser derzeitiges Mietauto nicht so dreckig abgeben, also gehen wir es in einer Selbstbedienungs-Waschanlage ein wenig reinigen. 😆
Um 17 Uhr müssen wir es «schnell» zurückbringen. Aber schnell geht hier eben selten etwas. 😅
Grosszügigerweise dürfen wir Rolis Auto ausleihen, sodass Thomas ohne Uber wieder zurück kommt. 😊
Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zum Willkommens-Apéro um 18 Uhr zurück ins Hotel. 😇
Roli hat ein paar neue Infos und meint nun er könne zu 80% doch mitkommen. Was natürlich super und sehr viel entspannter sein wird. 😊
Nach dem Apéro gehen wir alle zusammen Abendessen.